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VIER BEWERBUNGEN UM DEN LANDESVORSITZ
Monika Griefahn, Olaf Lies, Stefan Preuße und Stefan Schostok wollen Landesvorsitzende der niedersächsischen SPD werden. Hier präsentieren sie in Kurzform, welche Vorstellungen sie von ihrer Arbeit haben und mit welchen politischen Plänen sie sich den Genossinnen und Genossen auf den Regionalkonferenzen vorstellen wollen.
Monika Griefahn
Meine Bewerbung für den SPD-Landesvorsitz ist ein Angebot an die Mitglieder. Basisarbeit ist mir wichtig. Dort bin ich verwurzelt. Ich möchte den Aktiven in den Ortsvereinen und Unterbezirken nach den letzten schmerzhaften Wahlen Selbstvertrauen zurückgeben. Wenn wir alle gemeinsam wieder erhobenen Hauptes auftreten, gewinnen wir neue Mitglieder sowie Wählerinnen und Wähler – und alte zurück. Unerlässlich ist die Öffnung in die Zivilgesellschaft. Da kann ich viele Wege ebnen. Die SPD steht für soziale und innovative Politik. Dies muss den Menschen vermittelt werden, damit sie uns wieder vertrauen. Unsere erste große Herausforderung ist es, die Stärken unserer Kandidatinnen und Kandidaten für die Kommunalwahl 2010 herauszustellen, damit die SPD stärkste Kraft in den Kommunalparlamenten wird. Der Landesvorsitz ist kein Nebenjob, sondern braucht viel Energie und Zeit. Die will ich investieren. Wir haben Ziele, für die es sich lohnt zu kämpfen. Dies will ich tun.
Olaf Lies
Vor uns Sozialdemokraten liegen in den nächsten Jahren große Aufgaben, die wir gemeinsam erfolgreich lösen wollen. Bei der Kommunalwahl 2011 werden wir deutlich machen, dass wir die stärkste politische Kraft im Land sind. Die Landtagswahl 2013 wird auch angesichts der miserablen Bildungs-, Wirtschafts- und Sozialpolitik dieser Landesregierung der Zeitpunkt für den Regierungswechsel sein. Für diese Wahlerfolge bedarf es einer noch engeren Verzahnung zwischen den politischen Ebenen. Ganz entscheidend wird eine größere Nähe zu Bürgern, Gewerkschaften, Kirchen und Interessenverbänden sein. Teilhabe bei der politischen Arbeit der SPD wird ein Schlüssel zum Erfolg sein. Ich möchte als Vorsitzender dafür Verantwortung übernehmen. Persönliche Kontakte zu den Mitgliedern und Bürgern sind mir sehr wichtig. Meine starke kommunalpolitische Verankerung wird auch in meiner Funktion als stellvertretender Landrat deutlich.
Stefan Preusse
Mit meiner Kandidatur möchte ich zur Stärkung des Wirtschaftsstandortes Niedersachsen, die nachhaltige Sicherung von Arbeitsplätzen und den freien Zugang zur Bildung beitragen. Meine Qualifikation als Diplom-Sozialpädagoge und Master in Personal- und Organisationsentwicklung und meine Erfahrungen als Koordinator im Personalmarketing der VW AG und seit 2008 als selbständiger Unternehmensberater geben mir den fachlichen Rückhalt für meine Bewerbung. Meine politische Laufbahn begann im Jahr 2000 mit dem Projekt »Politikscheck« für die Bundestagsabgeordnete Leyla Onur. Danach wurde ich zum Vorsitzenden der Juso-Hochschulgruppe Braunschweig gewählt und habe Organisationserfahrungen im Bundestagswahlkampf 2002 in Wolfsburg gesammelt, wo ich im selben Jahr zum IG Metall-Vertrauensmann für die VW AG gewählt wurde. 2004 bin ich in den Stadtbezirksrat Bebelhof-Viewegsgarten in Braunschweig nachgerückt. Seit 2009 bin ich Bildungsbeauftragten des SPD-Unterbezirks Gifhorn.
Stefan Schostok
Die SPD in Niedersachsen macht sich auf den Weg, um die Gestaltungskraft unserer Landespartei wieder herzustellen. Ich kandidiere für den Landesvorsitz, um daran mitzuwirken. Wir brauchen eine neue Kultur mit intensiven Beteiligungsmöglichkeiten für alle, die sich positiv zur SPD bekennen. In der Landes-SPD werden Foren zu den unterschiedlichen Themenbereichen geschaffen, die die Ebenen Europa, Bund, Land und Kommunen verzahnen. Mitglieder, Nichtmitglieder und Experten werden sozialdemokratische Politik für Niedersachsen entwickeln. Durch eine Beteiligung von Anfang an zeigen wir den neuen Kurs unserer Partei mit mehr Beteiligungsmöglichkeiten für alle. Mit Optimismus und Engagement erringen wir Gestaltungsfähigkeit in unseren Städten und Gemeinden bei den Kommunalwahlen 2011 und im Land bei den Wahlen 2013. Dazu brauchen wir eine starke SPD, die ein unverzichtbarer Teil der Zivilgesellschaft ist und die zeigt: Politik gestalten wird Freude machen und Erfolg bringen! Das muss das neue sozialdemokratische Lebensgefühl werden!


