Pressemitteilung - PM2016-11-28


Heinrich Aller - Tel.: 05137 2055 - Mail: aller-h@t-online.de

 

Ratsherr informiert sich in Neustadt über Erfassung von Verkehrsdaten

mit dem „Radar-Koffer“

Aller: Wir brauchen objektive Daten über Verkehrsaufkommen und Geschwindigkeiten auch in Seelze

 

„Es ist erstaunlich, was dieser „Koffer“ alles kann!“.  In Verbindung mit einer leistungsfähigen Software liefere das sog. Seitenradarmessgerätes zur Erfassung von Verkehrsdaten im fließenden Verkehr objektive Daten über die Verkehrslage an neuralgischen Punkten im Stadtverkehr. Heinrich Aller, Seelzer Ratsherr, ist nach einem Informationsbesuch im Neustädter Rathaus überzeugt: „Es wird Zeit, dass diese Geräte, die problemlos an Laternenmasten oder Schildern angebracht und online mit Computern im Rathaus verbunden sind, auch in Seelze zum Einsatz kommen“. Die praktischen Anwendungsmöglichkeiten haben den SPD-Politiker überzeugt.

 

Zwei der Koffer von der Größe eines großen Schuhkartons, mit  leistungsstarker Batterie und IT-Ausstattung seien seit rund einem halben Jahr an ausgewählten Stellen in Neustadt im Einsatz, erläuterte Thorsten Lempfer vom städtischen Bürgerservice. „Mit dem Datenmaterial verschaffen wir uns wichtige Erkenntnisse über ausgewählte Problemfelder im Verkehr“, erklärt er die Funktionsweise. „Die Geräte „blitzen“ nicht.

Sie helfen jedoch erheblich bei der Ermittlung von Problemzonen, Verkehrsplanung und Versachlichung von Diskussionen um notwendige Maßnahmen zur Verkehrs-überwachung.“ Das sehen auch die Mandatsträger in Neustadt so.

 

Genau darum gehe es auch in Seelze, erklärt Ratsherr Aller. In einer Ratsanfrage hatte er im September das Neustädter Modell gefordert. Daraufhin habe er eine Vielzahl von positiven Rückmeldungen von Anliegern und schwächeren Verkehrsteilnehmern erhalten, die ganz konkrete Verkehrsprobleme bei Polizei erfolglos vorgetragen hätten. Verkehrsaufkommen, zu hohe Geschwindigkeit, Verkehrssicherheit und Lärm sind ganz eindeutig die vier Problembereiche die dringend angepackt werden müssten.

 

Durch die variabel einsetzbaren „Koffer“ und  eine objektive Auswertung der Daten könnte endlich Bewegung in eine zu Teilen festgefahrene Diskussion  gebracht werden. Die Kosten seien vertretbar (ca. 4000 Euro/Koffer plus Serviceauf-wendungen). Der Nutzen sei allein deshalb erheblich, weil Maßnahmen der Verkehrsplanung, Verkehrslenkung und Verkehrsüberwachung zwischen Stadt, Polizei und Bürgern besser und transparenter abgestimmt werden könnten. Die jetzige Kooperation unter Einbeziehung von Wennigsen z.B. bei Radarkontrollen, Zahl der Messstellen und punktuelle „Blitzeinsätze“ sei zu überprüfen.

 

Die Stadt hatte auf Allers Ratsanfrage

 „Ist die Stadt Seelze bereit, - wie die Stadt Neustadt – mit technischen Geräten zur Verkehrsdatenerhebung (z. B. DataCollect Webreporter) belastbare Verkehrsdaten zu ermitteln?“

die Beschaffung von zwei neuen, mobilen Geschwindigkeitsanzeigen zugesagt, die auch Verkehrsauswertungen zulassen.

„Es wäre toll“, so der SPD-Ratsherr, wenn mit der Beschaffung der „Radar-Koffer“ eine Diskussion um deren Einsatzbereiche, eine zügige Auswertung der Daten und notwenige Maßnahmen einhergehen“. Letztlich gehöre der innerörtliche Verkehr insbesondere dort auf den Prüfstand, wo die Stadt im eigenen Zuständigkeitsbereich gemeinsam mit Polizei und Region tätig werden kann.

 

Zurzeit liegt der Entwurf des Lärmschutzplanes im Rathaus aus. Der Ausschuss für Bau und Umwelt wurde bereits unterrichtet. Jetzt hat die Öffentlichkeit die Chance, sich zu informieren und Stellungnahmen abzugeben. Es werde sich zeigen, ob der Bekämpfung des Verkehrslärms in Verbindung mit zu schnellem Fahren und unerlaubten Schwerlastverkehr in der Stadt Seelze mit guten Argumenten mehr Gewicht verliehen werden soll.

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