Nach der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt war klar: Bei der Kommunalwahl in Niedersachsen würde es deutliche Veränderungen in der Parteienlandschaft geben. Aber Niedersachsen ist nicht Sachsen-Anhalt und eine Landtagswahl ist keine Kommunalwahl. – Und dennoch: Bei objektiver Betrachtung der Zahlen, Daten und Fakten ergeben sich einige Resultate, die absehbar waren. Allen voran die Tatsache, dass die „Kommunalos“ von SPD und CDU ihre Wahlkämpfe gegen die Bundestrends führen mussten. Absehbar war auch, dass die Wahlbeteiligung deutlich höher sein würde. Eigentlich ein gutes Signal für die Demokratie. – Dass am Ende davon die AfD ganz wesentlich profitieren würde, war zu befürchten. Die absurde Situation, dass die sog. blauen Rechten vielerorts nicht genug Kandidat*innen aufgestellt hatten, um gewonnene Mandate zu besetzen, ist in der Regel vor der Wahl viel zu wenig dargestellt worden. Diese Sitze in Räten und Ortsräten bleiben jetzt fünf Jahre unbesetzt. In Seelze sind das je zwei Sitze im Stadt- und Ortsrat. Die Stimmenzuwächse er AfD resultieren jedoch bei weitem nicht nur aus dem bisherigen Nichtwählerlager. Das wäre schon schlimm genug. In Seelze zeigen die endgültige Ergebnisse in Prozenten und absoluten Zahlen, dass rund zwei Drittel des AfD-Plus Stimmen von Wahlberichtigen sein müssen, die 2021 noch SPD oder CDU gewählt haben.
Die Liste der Schlussfolgerungen, die die etablierten Parteien aus den örtlichen Wahlergebnissen ziehen müssen, ist lang. Sie zügig abzuarbeiten ist schon wegen der Landtagswahl in 2027 dringend notwendig.
Höchste Priorität haben in den verbleibenden Tagen bis zum Sonntag den 27. September jedoch die Stichwahlen! Es geht um die zu Ämter des/der Regionspräsident*in, des Oberbürgermeisters der Landeshauptstadt Hannover und der 13 Bürgermeister*innen in der Region.
Die Kommunalwahl geht also in die entscheiden Schlussrunde! Jede Stimme zählt!