Der September 2026 wird für die SPD der Monat der Wahrheit. 

Die bevorstehenden Landtags- und Bürgerschaftswahlen werden zeigen, ob die SPD sich gegen den Bundestrend behaupten kann. Kurz hintereinander entscheiden die Wählerinnen und Wähler zuerst in Sachsen-Anhalt (06.09.) und kurz danach am 20.09. in Berlin und Mecklenburg-Vorpommern über die künftige Zusammensetzung der Parlamente und die Landesregierungen. 

Dazwischen finden am 13.09. die Kommunalwahlen in Niedersachsen statt. 

Naturgemäß konzentriert sich das öffentliche Interesse aktuell auf die Frage, ob die drohende erste, nach Umfragen mögliche, absolute Mehrheit der AfD auf Länderebene Wirklichkeit wird. Gegen diesen politischen Dammbruch mobilisieren aktuell die demokratischen Parteien. Rein rechnerisch helfen je nach Bundesland nur bunte Koalitionen.  Alle Umfragen deuten darauf hin, dass die Regierungsparteien in Berlin in den umkämpften Bundesländern auf die sogenannten kleineren Parteien angewiesen sein werden. Die Trends bieten den Spekulanten auf die jeweiligen Wahlausgänge jede Menge Stoff für die heißen Wahlkampfphasen. „Wer schafft es über die 5 Prozent?“ – „Wer bildet mit wem eine tragfähige Regierungskoalition?“ – Wer stellt den oder die Ministerpräsident*in?“

In der Sonntagsfrage stagniert die SPD bundesweit bei 12 Prozent. Die CDU/CSU verliert trotz Kanzlerbonus. Von den Wählerwanderungen weg von den Regierungsparteien profitieren derzeit Grüne und Linke – und sogar die FDP. Die AfD besetzt die Pole-Position.

Bei der Niedersachenwahl am 13. September fällt die Entscheidung um die Plätze 1, 2, 3, 4, ff. im Landesranking wohl erst am Wahltag. Die SPD braucht ein starkes Ergebnis als Signal für die sich abzeichnenden Stichwahlen und die Landtagswahl im Jahr 2027. 

Nolens volens wird sich das Medieninteresse auf ihr Abschneiden in den entscheidenden Städten und Regionen des Flächenlandes konzentrieren. Allen voran auf die Oberbürgermeisterwahl in Hannover und das Rennen um das Spitzenamt in der Region Hannover. 

An Unterstützung, für Axel von der Ohe, Eva Bender und den Bürgermeisterkandidat*innen, durch die Partei, fehlt es nicht. 

Wie sähe Deutschland heute wohl ohne eine SPD-Regierungsbeteiligung aus?
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